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Mario Merz – Arnulf Rainer

Tiefe Weite [Fragmente]

„Beide Künstler traten in den fünfziger Jahren hervor, in dem weiten und tiefgründigen Feld der suggestiv als Informel bezeichneten Kunstrichtung. Bei der documenta teilten sie sich einen Raum, und dies nicht aus Zufall. Wir spürten eine spirituelle Verwandtschaft in der Art, wie sie Formen aus grundlegend flüchtigen, fließenden Strukturen und Farben zum Vorschein brachten. In diesem wechselhaften Werk sind alle Gestaltungen von Natur aus unvollständig und fragmentarisch“, so der niederländische Kurator Rudi Fuchs.

Als künstlerischer Leiter der Kunstausstellung documenta 7 im Jahr 1982 verfolgte Rudi Fuchs das Prinzip der schlichten und erhabenen Präsentation der Werke. Bewusst konfrontativ sollten Dialoge zwischen Kunstwerken unterschiedlichsten Stils entstehen sowie deren Wechselbeziehung offengelegt werden. So traf Malerei auf Skulptur: Arnulf Rainers „Fingerfarbenfest“ aus seiner Werkphase der Hand- und Fingermalerei wurde gemeinsam mit Mario Merz’ begehbarer, halbhoher Spirale aus Sandsteinplatten mit Reisigbüscheln ausgestellt. In TIEFE WEITE [FRAGMENTE] führte Kurator Rudi Fuchs dieses Ausstellungskonzept fort.

Von Arnulf Rainer (*1929) wurden Gemälde und Tafelbilder aus den 1990er Jahren ausgestellt, die vorrangig das Motiv des Kreuzes zeigen. Diese T-förmigen, von Rainer zum Teil „Engel-Bilder“ genannten Werke symbolisieren fern jeglicher religiöser Bedeutung die Kleidung von Engeln. Im Gegensatz zu den Hand- und Fingermalereien, die in schweren, dunklen Farben dick mit Hand oder Pinsel aufgetragen wurden, wirken die „Engel-Bilder“ durch den dünnflüssigen Farbauftrag fragil und leicht.

Als Gegenüberstellung präsentierte die Ausstellung ein Iglu aus Steinplatten mit drei Meter Durchmesser sowie einen raumgreifenden Spiral-Tisch von Mario Merz (1925-2003). Der italienische Künstler schuf mit seinen Iglus aus Lehm, Glas, Stahl, Stein oder Reisig Ikonen der Kunst des 20. Jahrhunderts. Durch den Einsatz einfacher Mittel sowie die Verwendung von alltäglichen, naturnahen Materialien zählt er zu den Hauptvertretern der Arte Povera-Bewegung, die in den 1960ern in Italien entstand.

Auch Gemälde, Zeichnungen und Bildobjekte mit charakteristischen Elementen wudren gezeigt, die sich immer wieder im Werk von Mario Merz finden: Fibonacci-Zahlen, Neonröhren, Spiralen sowie archetypische, prähistorische Tiere. Die Arbeiten stammen aus den frühen 1980er Jahren und sind als Leihgaben der Fondazione Merz, sowie aus Privatsammlungen, die größtenteils zum ersten Mal in Österreich zu sehen gewesen.

Die Ausstellung MARIO MERZ - ARNULF RAINER: TIEFE WEITE [FRAGMENTE] wurde in Kooperation mit der Turiner Fondazione Merz realisiert.

Nach GEORG BASELITZ - ARNULF RAINER: LUSTSPIEL war TIEFE WEITE [FRAGMENTE] die zweite Ausstellung, die das Werk Arnulf Rainers dem Schaffen einer seiner Zeitgenossen gegenübergestellt.

 

Katalog zur Ausstellung erhätlich im SHOP des Museums:
MARIO MERZ - ARNULF RAINER: TIEFE WEITE [FRAGMENTE] Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln
dt., engl., teilweise it.
ISBN 978-3-86335-382-7

Arnulf Rainer Museum

Museum

Josefsplatz 5
2500 Baden
Österreich
Tel +43(0)2252 209 196 11
Fax +43(0)2252 209 196 14

Postanschrift

Badener Kulturbetriebsgesmbh
Kaiser Franz Josef-Ring 31
2500 Baden
Österreich

Anfahrt

Badener Bahn

www.wlb.at
Von der Wiener Staatsoper direkt
ins Arnulf Rainer Museum, End-
station Josefsplatz.

Zug und Schnellbahn

www.oebb.at
4 Min. zu Fuß von der Station
Baden Richtung Zentrum.

Auto

A2 Abfahrt Baden – Richtung
Zentrum, Arnulf Rainer Museum /
Frauenbad. Parkmöglichkeiten im
Parkdeck Römertherme oder im
Parkhaus Casino.

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Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag
von 10.00 bis 17.00 Uhr.

Nähere Informationen bitte unter Kontakt anfordern.

Eintrittspreise

Erwachsene 6,–
Ermäßigt 4,–
Gruppen ab 6 Personen,
pro Person
4,–
Kinder von 6 bis 14 Jahren
Schüler, Studenten,
Präsenzdiener
3,–
FamilienKarte 12,–
FamilienKarte ermäßigt 10,–
Führungsticket 2,50

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Ausstellungsansicht MARIO MERZ & ARNULF RAINER: TIEFE WEITE (Fragmente)
(c) Arnulf Rainer Museum, Foto: Kollektiv Fischka
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