Künstler aus Gugging: Rudolf Liemberger

In der Ausstellung: Arnulf Rainer & Art Brut
Ausstellungsansicht
Arnulf Rainer & Art Brut

RUDOLF LIEMBERGER

Künstler der Ausstellung im Fokus

Rudolf Liemberger wird 1937 in Baden bei Wien geboren und wird bereits als junger Erwachsener mehrfach hospitalisiert. Ab seinem 37. Lebensjahr lebt er dauerhaft in der Landesnervenklinik Gugging, wo er 1988 verstirbt. 

Liemberger, der seine Arbeiten häufig mit dem Pseudonym „MAX“ signiert, zeichnet in den 1960er-Jahren zunächst durch Rechtecke gebildete Körper. Das Geschlecht der Figuren erkennt man einzig an der Haarlänge. In weiterer Folge gestaltet er seine Menschen immer abstrakter, zunächst durch die Betonung von Horizontalen und Vertikalen, danach als Strichgeflecht, das eine menschliche Gestalt nur noch erahnen lässt. Insbesondere die Übermalungen seiner eigenen Figuren erinnern an Arnulf Rainers ikonische Gemälde.

Zudem ergeben sich zwischen Liembergers farbkräftigen, abstrakten Zeichengesten, die er präzise ins leere Blatt setzt, und den Rauscharbeiten Arnulf Rainers visuelle Parallelen. 

In den 1960er-Jahren führen Rausch- und Drogenexperimente, die Rainer unter anderem in der Universitätsklinik von Lausanne (1966) und im Max-Planck-Institut in München (1968) unter kontrollierten Bedingungen durchführt, zu „seismografischer Malerei“. Es soll der Moment der inneren Spannung in Zeichnungen übersetzt werden. 

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